Strukturierte
Fortbildung in der CT und MRT des Herzens
Präambel
Die Schnittbilddiagnostik des Herzens mittels Computertomografie-
und Magnetresonanztomografie-Verfahren hat sich in den letzten
Jahren rasch entwickelt und ist mittlerweile gängiger
Bestandteil der Aufarbeitung kardiologischer Fragestellungen.
Sowohl die schnelle technische Weiterentwicklung
der eingesetzten Modalitäten als auch Anatomie und Pathologie
des Herzens erfordern spezielle Kenntnisse des Untersuchers.
Somit ist neben einer fundierten Ausbildung eine beständige
Fortbildung im Umgang mit diesen Verfahren erforderlich.
Der
Radiologe ist im Rahmen seiner strukturieren Aus- und Weiterbildung
durch die Thoraxdiagnostik mit Projektionsverfahren, durch
Bearbeitung kardiovaskulärer Fragestellungen mittels Sonografie,
farbkodierter Duplexsonografie, Computertomografie und Magnetresonanztomografie
sowie durch die invasiven angiographischen Verfahren mit kardialen
und vaskulären
Untersuchungen befasst. Spezielle Expertise besitzt er insbesondere
im Umgang mit den modernen Schnittbildverfahren. Trotzdem stellt
die Herzbildgebung derzeit eine wesentliche Herausforderung
für die Radiologie in Hinblick auf klinische
Einbindung, fachspezifische Annerkennung und qualitätsgesicherte
Patientenversorgung dar. Der Nachweis von besonderen Kenntnissen
und Qualifikationen auf diesem Gebiet ist daher wünschenswert.
Die Arbeitsgemeinschaft Herz- und Gefäßdiagnostik
in der Deutschen Röntgengesellschaft hat für die
Computertomografie und die Magnetresonanzverfahren ein mehrstufiges
Qualifizierungskonzept beruhend auf zertifizierten CME Fortbildungsaktivitäten
und klinisch-praktischer Erfahrung entwickelt. Anhand der
Richtlinien können besondere Kenntnisse und Fähigkeiten
nachgewiesen und dokumentiert werden.
Das Qualifizierungskonzept der AG Herzdiagnostik besteht
aus drei Stufen.
- Stufe
1 dokumentiert grundlegende Kenntnisse. Kann
während der Weiterbildunszeit erworben werden!
- Stufe
2 dokumentiert intensive Kenntnisse. Voraussetzung:
Fachärztin/Facharzt für Radiologie (oder
gleichwertige/r radiologische/r Fachärztin/Facharzt)
- Stufe
3 entspricht
dem Ausbilder/Expertenstatus. Zu erwerben als Fachärztin/Facharzt (oder
gleichwertige/r radiologische/r Fachärztin/Facharzt)
Zertifikate über die unterschiedlichen Qualifikationsstufen
in der radiologischen Herzbildgebung werden auf Antrag
und nach Vorlage der entsprechenden Qualifikationsvoraussetzungen
vom Vorstand der AG Herzdiagnostik erteilt. Die klinisch-praktische
Ausbildung soll in einem ausgewiesenen Zentrum unter
Leitung eines zertifizierten Ausbilders (Stufe3) erfolgen.
Der Ausbilder muss den Erwerb der Kenntnisse schriftlich
bescheinigen.
Die
Anerkennungsvoraussetzungen für Stufe 1 und Stufe
2 können an einem ausgewiesenen Zentrum auch im
Rahmen der Facharztweiterbildung erlangt werden. Die
genannten Untersuchungszahlen und Zeiträume für
die Qualifizierungsstufen verstehen sich nicht alternativ
sondern sollen insgesamt erfüllt
sein. Ein Zertifikat zur Erlangung der Qualifizierungsstufen
1 3 kann über die Geschäftsstelle der DRG
beim Vorstand der AG Herz beantragt werden.
Entsprechende Formulare sind auf der Homepage der AG
Herz hinterlegt.
Zusatz-Qualifizierung
in der Computertomographie des Herzens (pdF)
Zusatz-Qualifizierung in der Magnetresonanztomographie
des Herzens (pdF)
Antrag auf Erlangung der Qualifizierungsstufe Q1 und Q2
(pdF)
Antrag auf Erlangung des Ausbilderstatus entsprechend
Qualifizierungsstufe 3 (pdF)
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